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Meine Gedanken zur Inneneinrichtung

Als Geschmack bezeichne ich die Fähigkeit, Objekte in einer Weise zusammenzustellen, dass sie miteinander sprechen. Geschmack ist eine Begabung, ähnlich wie Musikalität beim Singen oder Ballgefühl beim Sport. Zwar kann man Fußball auch ohne Ballgefühl spielen oder Geige ohne wirklich musikalisch zu sein, aber ohne Begabung und Talent wird alles mechanisch und steif.

 

Ein Haus gut einzurichten ist viel schwerer als gemeinhin angenommen. Es ist genau so schwer, wie einen perfekten Garten zu entwerfen.

Wenn die Menschen sagen, sie brauchen keinen Innen- oder Gartenarchitekt, so widerspreche ich Ihnen nicht. Es lohnt sich nicht.

 

Wenn sie sagen würden, ich kann mir keinen Innen- oder Gartenarchitekt leisten oder ich habe das tiefe Bedürfnis, alles selber zu machen, so habe ich vollkommenes Verständnis.

 

Eine gute Innenarchitektur ist wie ein Raum voller Musik, ob klassische oder zeitgenössische Musik, ob Händel, Zwölftonmusik oder Jazz ist gleichgültig.

Die jeweilige Harmonie oder die gewollte Disharmonie muss stimmen.

 

Die gute Innenarchitektur hat viel Ähnlichkeit mit einer Schneiderwerkstatt oder, wenn man noch höher greifen möchte, mit den Ateliers der Haute Couture.

Der Schnitt des Kleides oder des Anzugs muss dem Alter, der Figur, sowie dem sozialen Status des Kunden entsprechen. Auch die Lebenserfahrung, die sinnlichen Bedürfnisse und der Intellekt des Auftraggebers müssen berücksichtigt werden. Und all' das mit sehr viel Diskretion.

 

Wenn man sich auf diese Prämissen nicht einstellen kann oder will, sollte man den Auftrag besser nicht annehmen. Weniger ist auch hier mehr.

 

 

Unser Büro

Für Innenarchitekten besteht immer die Gefahr, zu viele Aufträge anzunehmen.

Am Anfang einer beruflichen Selbstständigkeit ist man über jeden Auftrag glücklich und nimmt ihn gerne an. Bei großen Büros gehen die oben genannten Prämissen manchmal verloren. Wir haben uns entschlossen, klein zu bleiben, das heißt, wir sind zu dritt oder viert, sitzen um einen Tisch, entwickeln die Konzepte gemeinsam und sprechen jedes Detail durch.

Henning Hüser, Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur, ist noch während seines Studiums der Innenarchitektur an der Fachhochschule Darmstadt zu mir gekommen. Er übernimmt den technischen Part in unserem Büro, das bedeutet die Absprachen mit allen am Bau Beteiligten, aber insbesondere die direkte Abstimmung mit den Handwerkern, die ihm, er ist auch gelernter Schreiner, sehr am Herzen liegt. Gute Handwerker verfügen über sehr viel fundiertes Know-how und Erfahrung, die wir in enger Zusammenarbeit im Sinne und zum Nutzen unserer Auftraggeber zur Anwendung bringen. Zusätzlich ist Herr Hüser für die Erstellung von Planunterlagen, sowie die Projektabwicklung, Angebotserstellung und Kalkulation unseres Büros zuständig.

 

Consuelo von Oppen assistiert mir, geschult durch Ihre Ausbildungen als Restauratorin und Vergolderin, bei der gestaltenden Auswahl von Farben, Stoffen, Möbeln, Lampen sowie Accessoires. 

Das handwerkliche genaue Hinsehen nutzt ihr auch für die Spezifikation und Bestellung der Einrichtungsgegenstände, der Nachverfolgung und den Lieferantengesprächen.

Ulrika von Ramel, die ursprünglich im Bereich Marketing tätig war und darin einen Master of Business erworben hat, unterstützt mich in der gestaltenden Auswahl von Farben, Stoffen, Möbeln, Lampen sowie Accessoires. Ihr an der KLC School of Design (London) erworbenes Wissen sowie ihr sehr gutes Farbharmoniegefühl, ihre Stilsicherheit und der Einfluss der klassischen schwedischen Einrichtung, verbunden mit ihrer strukturierten Arbeitsweise erlaubt es uns, hocheffizient Aufträge vom Entwurf über die Bestellung bis zur Übergabe der möblierten Räumlichkeiten abzuwickeln.